Auf Spurensuche - Historische Gedenk – und Grenzsteine im Ost-Deister

Sa. 9.4.2022, 10.30 Uhr Eine geführte Wanderung durch den Forst der Freiherren Knigge in Wennigsen/Bredenbeck

Der Deister ist immer ein Erlebnis für Wanderer, insbesondere, wenn man sich auf Spurensuche begibt, um historische Gedenk- und Grenzsteine zu erkunden.
Von Bad Nenndorf an der Bundesstraße 65 im Nordwesten bis zum Steinkrug/Wennigsen an der Bundesstraße 217 im Südosten erstreckt sich der Deister über eine Länge von ca. 23 Kilometern und misst eine Fläche von mehr als 90 Quadratkilometern.
Der sogenannte „Große Deister“ liegt überwiegend in der Region Hannover, aber auch im Landkreis Hameln-Pyrmont und Landkreis Schaumburg. In diesem definierten Gebiet findet man mehr als 100 historische Gedenksteine und fast ebenso viele historische Grenzsteine.

Treffpunkt: Wandertafel, Ruheforst, Steinkrüger Weg, Wennigsen, OT Bredenbeck, Waldparkplatz
Dauer ca. 3,5 Stunden mit Pause.

Preis: pro Erw. 6 €, zahlbar vor Ort
Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich bei Winfried Gehrke, E-Mail: winnigehrke@web.de / Tel.: 0177 4970021 (TIPP: auch als Gruppe buchbar).


Teilnahmebedingungen: Bitte beachten Sie die dann geltenden Corona-Vorschriften!
Wir veröffentlichen eine Tour von Winfried Gehrke, der diese eigenständig veranstaltet und übernehmen somit keine Haftung.

Der Deisterkamm war schon in germanischer Zeit Grenzgebiet, hier waren die Schnittpunkte von drei Gaugrenzen, die zum Teil noch als
Kreis- und Regionsgrenzen vorhanden sind. Den ältesten Gedenkstein aus dem Jahr 1583 (Wettbergstein) findet man auf dem Taubenberg
nahe Luttringhausen, Nettelrede und den jüngsten Gedenkstein aus dem Jahr 2019 findet man in Wennigsen bei „Müllers-Höh“ nahe dem Deisterkamm (Kurt Müller-Stein).
 
Mehrere Autoren haben sich in den letzten Jahrzehnten mit den Gedenk – und Grenzsteinen im Deister beschäftigt, diese mit historischem Hintergrund beschrieben und publiziert. Nicht immer findet man diese historischen Steine direkt am Rand der Wirtschafts- und Wanderwege, deswegen ist Spurensuche angezeigt.
Besonders viele interessante Gedenk- und Grenzsteine sowie historische Plätze findet man auf dem nachfolgenden Wanderweg von Bredenbeck/Wennigsen zum Taternpfahl (Deisterkamm - Hannoversche Heerstraße) und zurück über den Deisterkamm zum Steinkrug/Wennigsen. Auf dem beschriebenen Wanderweg findet man auch viele Relikte, (Bergehalden und Pingen) des Steinkohlebergbaus aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Besonders im Fokus der Wanderung steht der „Schwarze Weg“ von Bredenbeck zum Taternpfahl. Dieser Weg diente früher der Kohleabfuhr und war durch heruntergefallene Kohlestücke schwarz, deshalb der Name „Schwarzer Weg“. Auf diesem Weg brachten früher auch die „Söltjer“ aus Münder ihr „weißes Gold“ das Salz bis nach Hannover.

Die Wandertour ist ca. 10 Kilometer lang und mittelschwer; Wanderschuhe sind angebracht. Für eine Rast mit „Rucksackverpflegung“ stehen mehrere Bänke am Wanderweg und die Hütte am Taternpfahl zur Verfügung.






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